Inka Kilian

 

 

 

 

 

 

Klassische
Gesprächs-
therapie

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"Mehr Ich"

   

Die nondirektive, personenzentrierte Gesprächstherapie, die zuerst von Carl R. Rogers entwickelt wurde, zählt zu den wissenschaftlich anerkannten, hochwirksamen Therapieformen, um die Selbsterkenntnis zu fördern und ein Bewusstssein für die eigenen Potenziale zu schaffen. Sie kann so dazu beitragen, dass seelische Prozesse eine gute und stabile Balance finden.

 

Diese Therapieform basiert auf einem Angebot grundsätzlicher Akzeptanz und Wertschätzung, sehr großer Empathie und einer größtmöglichen ehrlichen und authentischen Präsenz. Was so entstehen kann, ist ein therapeutischer Beziehungsrahmen, der weniger ein Zusammentreffen zweier "Rollen", sondern vielmehr zweier Menschen beabsichtigt.

 

Innerhalb dieses Rahmens findet der Klient dabei zunehmend die Gelegenheit, möglichst frei von Bewertungen oder Ratschlägen durch den Therapeuten zurückzufinden zu seinen ureigenen Präferenzen. Selbstverantwortung und Selbstwirksamkeit werden für den Klienten deutlich spürbar.

 

Im Allgemeinen sind wir es vielfach gewohnt, uns stärker an Maßstäben von außen zu orientieren, als uns selbst als Maßstab unseres Denkens und Fühlens zu sehen. Wir haben eine Vorstellung von dem, was von uns erwartet wird und bemühen uns, diese angenommenen Erwartungen zu erfüllen. Wenn wir dies erfolgreich bewältigen, gibt uns die Vorstellung, es in den Augen der Umwelt "richtig" zu machen, ein gewisses Gefühl von Sicherheit. Oft können wir jedoch kaum noch unterscheiden, ob diese Erwartungen, von denen wir ausgehen, sich mit unseren ganz eigenen Überzeugungen decken oder nicht - dann entsteht ein Gefühl von Fremdbestimmtheit und Fremdheit dem eigenen Selbst gegenüber, von "ich funktioniere" statt "ich bin". 

 

Ziel der Gesprächstherapie ist ein gestärktes (Selbst-)Vertrauen, zusammen mit einer wachsende Freude daran, vergessene oder bisher unbekannte Facetten des eigenen Seins wieder zu finden oder neu zu entdecken, was als intensives Gefühl von Lebendigkeit erlebt wird.

 

 

 

 

 

HR2-Podcast zum Thema "Wertschätzung"